Rügen
Auf der Ostseeinsel Rügen finden Besucher Strand, Meer und Erholung. Doch auch die Sehenswürdigkeiten der Insel sorgen für vielfältige Abwechslung und interessante Einblicke.
Binz
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Hiddensee
Westlich von Rügen liegt die kleine Insel Hiddensee, die nur ca. 17 km lang und nicht mehr als rund 3,5 km breit ist.
Autoverkehr sucht man auf Hiddensee vergeblich. Stattdessen herrscht Ruhe und gute Luft. Von Rügen gelangt man mit der Fähre von Schaprode aus direkt nach Hiddensee, wo sich dem Besucher eine unvergleichliche Flora und Fauna eröffnet. Hier findet sich auch der bedeutendste Kranichnistplatz Deutschlands.
Jagdschloss Granitz
Das Jagdschloss Granitz liegt mitten in einem großen Waldgebiet, das seit 1991 zum Biosphärenreservat Südost-Rügen gehört. Mit bis zu 200.000 Besuchern pro Jahr ist es das meist besuchte Schloss in Mecklenburg-Vorpommern.
Der Tempelberg ist der höchste Berg in Granitz. Hier befindet sich das bekannte Jagdschloss, das einen wunderschönen Ausblick über Rügen bietet. Wer die 154 Stufen der Wendeltreppe gemeistert und die Turmspitze erklommen hat, wird dafür reichhaltig belohnt. Das Schloss wird von vier Ecktürmen eingerahmt und war bis 1944 im Besitz der Putbuser Fürstenfamilie.
Kap Arkona
Im Norden der Insel Rügen befindet sich auf der Halbinsel Wittow eine 45 m hohe Steilküste. Hier bietet das Kap Arkona einen großartigen Blick über die Ostsee. Zwei Leuchttürme und ein Peilturm erheben sich majestätisch in den Himmel. Sie wurden 1990 saniert und können besichtigt werden.
Hier, am (beinahe) nördlichsten Punkt Rügens, gibt es außerdem zwei Militärbunker. Der ältere stammt noch aus der Zeit der deutschen Wehrmacht.
Besucher sollten bei ihrem Ausflug ausreichend Zeit einplanen, da nicht näher als 2,5 km an das Kap Arkona herangefahren werden kann und die vielen Sehenswürdigkeiten zum Verweilen einladen.
Königsstuhl
Was wäre Rügen ohne seine berühmten Kreidefelsen, die nicht zuletzt durch das Gemälde von Caspar David Friedrich bekannt wurden?
Der höchste und bekannteste Kreidefelsen ist mit 118 Metern Höhe der Königsstuhl, der zugleich das Wahrzeichen der Insel darstellt. Wer Rügen besucht, sollte sich einen Ausflug in den Nationalpark Jasmund nicht entgehen lassen. Neben dem Naturerlebnis findet sich hier auch eine faszinierende Ausstellung.
Seebad Prora
Zwischen 1935 und 1939 wurde das Seebad Prora geplant. Dafür wurde ein Koloss aus Stein errichtet, der im Rahmen des Programms „Kraft durch Freude“ (KdF) bis zu 20.000 Menschen Unterkunft gewähren sollte, die auf der Ostseeinsel Rügen ihren Urlaub verleben. Dazu wurden auf einer Länge von rund 4,5 km zwischen Sassnitz und Binz am Prorer Wieck insgesamt 8 baugleiche Häuserblocks errichtet.
Nach Beginn des 2. Weltkrieges wurde das Bauvorhaben eingestellt. Da die künftige Nutzung weiterhin ungeklärt ist, verfällt der heute denkmalgeschützte Komplex.
Putbus
Obwohl Putbus nicht am Meer liegt, ist es nominell das älteste Seebad der Insel Rügens. Wilhelm Malte I. Fürst zu Putbus ließ ab 1810 seinen Heimatort ausbauen und nach seinen Vorstellungen neu anlegen. Hier fand die klassizistische Bäderarchitektur auf Rügen Einzug, die bis heute das Stadtbild der Seebäder prägt.
Rasender Roland
Der Rasende Roland ist eine der ältestens Schmalspurbahnen Deutschlands und hat seinen Ausgangspunkt in Putbus. Von dort fährt er über Binz bis nach Göhren. Er fährt täglich im Zweistundentakt zwischen den wichtigsten Seebädern der Insel.
Sassnitz
Die Stadt Sassnitz liegt auf der Halbinsel Jasmund im Nordosten von Rügen und ist ein staatlich anerkannter Erholungsort. In der unmittelbaren Umgebung liegen die Kreidefelsen mit ihrem 118 Meter hohen Königsstuhl.
Das ehemalige Bauern- und Fischerdörfchen hat heute rund 10.000 Einwohner und ist Ausgangpunkt für Ausflüge in den Nationalpark Jasmund. Am Rande des Nationalparks liegt auch der Tierpark Sassnitz.
Seebad Sellin
Das Ostseebad Sellin liegt östlich eines ausgedehnten Küstenhochwaldes, der Granitz und wurde bereits 1295 erstmalig urkundlich erwähnt. Heute ist Sellin ein mondäner Badeort und ist vor allem durch seine Seebrücke bekannt geworden, die mit ihren 394 Metern Länge zugleich das Wahrzeichen der Stadt ist.
1971 wurde die Seebrücke durch eine Sturmflut zerstört und zwischen 1992 und 1998 nach historischem Vorbild neu erbaut.

