Sehenswürdigkeiten Rügen: Bergen, Kap Arkona, Putbus


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Sehenswürdigkeiten Rügens


Neben den Bade- und Kulturzentren Binz, Sellin, Göhren und Sassnitz erfreuen sich auch Bergen als größte Stadt Rügens, das Kap Arkona und Putbus großer Beliebtheit.

 

Bildstein in der Marienkirche in Bergen
Bildstein in der Marienkirche in Bergen

Bergen

Bergen befindet sich in zentraler Lage von Deutschlands größter Insel Rügen. Die größte Stadt Rügens hat ca. 15.000 Einwohner.

 

Wer Bergen kennen lernen möchte, dem sei ein Besuch des alten Stadtkerns mit seinen vielen Fachwerkhäusern oder einer der Kirchen wärmstens empfohlen. Die dreischiffige Basilikakirche St. Marien ist eine ehemalige Klosterkirche und einziges Beispiel in Norddeutschland für die Totalausmalung einer Kirche.

 

Die St. Bonifatius-Kirche ist Sitz der einzigen katholischen Gemeinde auf der Insel Rügen. Die Gemeinde ist zugleich die nördlichste des Erzbistums Berlin. Das Museum der Stadt Bergen finden Besucher in einem der restaurierten Gebäude des ehemaligen Klosterhofs. Die Ausstellung zeigt die Ur- und Frühgeschichte Rügens und die Entwicklung der Bergener Stadtgeschichte.

 

 

Leuchttürme am Kap Arkona auf Rügen
Leuchttürme am Kap Arkona auf Rügen

Kap Arkona

Wer den weiten Blick über das Meer liebt und zugleich Kultur tanken möchte, wird sich am Kap Arkona wohl fühlen. Die 45 m hohe Steilküste im Norden der Insel Rügen befindet sich auf der Halbinsel Wittow und bietet einen großartigen Ausblick auf die Ostsee.

 

Das Kap Arkona wird von zwei Leuchttürmen und einem Peilturm flankiert. Die beiden Leuchttürme, alter und neuer Turm, stehen direkt nebeneinander. Alle drei Türme wurden Anfang 1990 saniert und sind zur Besichtigung freigegeben.

 

Unweit der beiden Leuchttürme befinden sich zwei alte Militärbunker. Der kleinere und ältere Bunker stammt noch aus der Zeit der deutschen Wehrmacht und wird als „Arkona-Bunker“ bezeichnet.

Der neuere und größere Bunker wurde von 1979 bis 1986 gebaut und diente der 6. Flottille der Volksmarine und der Vereinigten Ostseeflotte als Gefechtsstand.

 

Kap Arkona wird häufig als „nördlichster Punkt Rügens“ bezeichnet, was insofern etwas irreführend ist, da sich ein Kilometer nordwestlich davon Gellort befindet, ein Stück Steilküste, das noch etwas weiter nördlich liegt als das Kap.

 

 

Das Theater von Putbus
Das Theater von Putbus

Putbus

Seltsamer Weise ist Putbus das älteste Inselbad Rügens, obwohl die Stadt nicht am Meer liegt. Wilhelm Malte I. Fürst zu Putbus ließ ab 1810 seinen Heimatort ausbauen und nach seinen Vorstellungen neu anlegen. Die von ihm angestrebte klassizistischer Bäderarchitektur fand Einzug auf Rügen und prägt bis heute das Stadtbild der Seebäder.

 

Zu Putbus gehört auch die rund 2,5 km vor dem Hafen gelegene Insel Vilm, die zu Zeiten der DDR ein beliebtes Urlaubsziel des Politkaders war.

 

 

Sehenswürdigkeiten in Putbus:

  • Circus

    Unter dem „Circus“ versteht man einen von Fürst Malte I. angelegten Kreisel um den von 1815 bis 1860 nach architektonischen Entwürfen von Gottfried Steinmeyer klassizistische Häuser erbaut wurden.

  • Stadtpark von Putbus

    Der Putbuser Park wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von Wilhelm Malte I. im Stil eines französischen Parks angelegt und bietet zahlreiche Ausblicke auf die Boddenlandschaft. Hier finden sich auch die Orangerie, der Marstall und das Mausoleum. Schloss Putbus wurde leider Mitte letzten Jahrhunderts abgerissen.

  • Residenztheater

    Gegenüber des Putbuser Parks liegt das ehemalige Residenztheater. Es wurde innerhalb von zwei Jahren im klassizistischen Stil gebaut und zwischen 1992 und 1998 restauriert. Heute ist es eines der schönsten Gebäude der Stadt.

  • Handwerkshäuser

    In der August-Bebel-Straße finden sich noch viele Handwerkshäuser aus der Zeit der Stadtgründung, die dem interessierten Besucher einen Einblick in die damaligen Lebensverhältnisse bieten.

  • Der Rasende Roland

    Putbus ist der Ausgangspunkt der berühmten Schmalspurbahn „Rasender Roland“, der von Putbus über Binz bis nach Göhren fährt.

    Heute werden Dampflokomotiven aus den Baujahren 1938 und 1953 eingesetzt, die nunmehr hauptsächlich dem Tourismus dienen. Dennoch fährt der Rasende Roland täglich und ist nicht nur eine Museumsbahn.